AKTUELLE STUDIE: UMFASSENDE ZUGRIFFSRECHTE VON MITARBEITERN BRINGEN SENSIBLE DATEN IN GEFAHR

Von Varonis gesponserte Studie mit mehr als 2.000 Mitarbeitern identifiziert Insider mit zu vielen Berechtigungen als wahrscheinliche Ursache von Datenlecks

Nürnberg, Deutschland – 10. Dezember 2014 – Trotz der steigenden Anzahl von Sicherheitsvorfällen, die im Fokus der Öffentlichkeit stehen, gaben im Rahmen einer neuen Studie 71 Prozent der befragten Mitarbeiter an, auf Daten zugreifen zu können, die nicht für ihre Augen bestimmt seien. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer sagte, dass dies häufig oder sehr häufig der Fall sei.

Während die Aufmerksamkeit bisher auf raffinierten Attacken von außen lag, rücken in letzter Zeit interne Schwachstellen und unachtsames Verhalten in den Blickpunkt. Eine aktuelle, von Varonis Systems, Inc. in Auftrag gegebene und vom Ponemon Institute durchgeführte Studie zeigt: Die meisten Organisationen haben Schwierigkeiten damit, die Balance zwischen dem Bedarf an mehr Sicherheit und hohen Produktivitäts-anforderungen zu finden. Mitarbeiter mit zu großzügig vergebenen Zugriffsrechten sind ein wachsendes Risiko für Organisationen, weil sensible oder kritische Daten auf diese Weise sowohl versehentlich als auch absichtlich offengelegt werden können.

Der Studienreport „Data: A Protected Asset or a Ticking Time Bomb?“ (Daten: ein geschützter Vermögenswert oder eine tickende Zeitbombe?) basiert auf Interviews, die im Oktober 2014 mit 2.276 Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich, den USA und dem Vereinigten Königreich geführt wurden. Zu den Studienteilnehmern gehörten 1.166 IT-Mitarbeiter und 1.110 Endnutzer aus Organisationen mit einigen Dutzend bis mehreren zehntausend Mitarbeitern aus unterschiedlichen Branchen, darunter Finanzdienstleistungen, öffentlicher Sektor, Gesundheitswesen und Pharmabranche, Handel, Industrie sowie Technologie und Software.

Dr. Larry Ponemon, Vorsitzender und Gründer des Ponemon Institute, eines führenden Forschungszentrums für Richtlinien beim Datenschutz und in der Informationssicherheit: „Die Zahl der Sicherheitsvorfälle nimmt dramatisch zu. Der enorme Anstieg digitaler Informationen wie auch unsere Abhängigkeit davon kann dazu führen, dass Organisationen mit dem Schutz ihrer sensiblen Daten überfordert sind. Diese Studie bringt einen wichtigen Faktor ans Licht, der häufig übersehen wird: Mitarbeiter haben gewöhnlich Zugriff auf zu viele Daten und auf weit mehr, als sie zur Ausführung ihrer Tätigkeit benötigen. Wenn diese Berechtigungen nicht nachverfolgt oder kontrolliert werden, kann eine Attacke, bei der Hacker sich Zugang zu Mitarbeiterkonten verschaffen, verheerende Folgen haben.“

Fehlende Kontrolle und Datenwachstum behindern Produktivität
Sowohl IT-Experten als auch Endnutzer bemerken eine mangelnde Kontrolle von Zugriffsrechten der Mitarbeiter und bei der Verwendung von Unternehmensdaten. Beide Gruppen stimmen in ihrer Einschätzung überein, dass ihre Organisationen eher Sicherheitsrisiken ignorieren, anstatt die Produktivität dafür zu opfern. Nur 22 Prozent der befragten Mitarbeiter glaubten, dass ihre Organisation insgesamt sehr hohen Wert auf den Schutz von Unternehmensdaten lege. Weniger als die Hälfte der Studienteilnehmer waren der Ansicht, dass Sicherheitsrichtlinien hinsichtlich der Nutzung und des Zugriffs auf Unternehmensdaten in ihrer Organisation rigoros umgesetzt würden. Zudem wirkt sich das enorme Wachstum von Geschäftsdaten bereits jetzt negativ auf die Produktivität aus. Für die Mitarbeiter ist es dadurch schwieriger, die Daten zu finden, die sie wirklich benötigen und auf die sie zugreifen können sollten sowie die entsprechenden Daten mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern auszutauschen.

Weitere wichtige Ergebnisse aus den Bereichen Kontrolle/Überwachung:

Internen Schwachstellen auf der Spur
Laut Studie sind sich IT-Mitarbeiter und Endnutzer darüber einig, dass die Gefährdung von Mitarbeiterkonten, die wiederum zu Sicherheitsvorfällen durch externe Hacker führen könne, wahrscheinlich durch Insider mit zu vielen Zugriffsrechten verursacht werden. Dabei wissen diese Mitarbeiter häufig gar nicht, welches Risiko sie darstellen. 50 Prozent der Endnutzer und 74 Prozent der IT-Mitarbeiter glaubten, dass Insider die wahrscheinlichste Ursache von Datenlecks seien, ohne dass sich die Mitarbeiter dessen bewusst sind. Und nur 47 Prozent der IT-Experten gehen davon aus, dass die Mitarbeiter in ihrer Organisation angemessene Maßnahmen ergreifen, um die von ihnen verwendeten Unternehmensdaten zu schützen. Wenn Berechtigungsmanagement- und Auditing-Funktionen nicht zur Verfügung stehen, sind allzu großzügig vergebene Zugriffsrechte von Mitarbeitern und deren mangelndes Sicherheitsbewusstsein ein zunehmend größeres Risiko für Unternehmensdaten.

Weitere wichtige Ergebnisse zu den Ursachen von Sicherheitsvorfällen:

Yaki Faitelson, Mitgründer und CEO von Varonis: „Diese Ergebnisse sollten alle Unternehmen wachrütteln, die Informationen über Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner speichern – also heutzutage praktisch alle Unternehmen und Institutionen. Bisher lag der Fokus sehr stark auf dem Perimeter-Schutz, und hier sind hohe Investitionen getätigt worden. Doch die entscheidenden Sicherheitsfaktoren zum Schutz der Daten von innen – die Steuerung und Überwachung von Zugriffsrechten – werden häufig außer Acht gelassen. Unnötige Berechtigungen in Kombination mit fehlender Überwachung führen unweigerlich zur Katastrophe. Und noch etwas hat sich gezeigt. Wenn Daten mangelhaft kontrolliert und überwacht werden, beeinträchtigt das auch die Produktivität der Mitarbeiter. Für sie ist es problematisch Daten aufzufinden, Zugriffsrechte zu erhalten sowie Informationen einfach und sicher mit Geschäftspartnern auszutauschen. Varonis unterstützt tausende Unternehmen weltweit dabei, diese Herausforderungen zu meistern, so dass Risiken nicht nur drastisch gesenkt werden, sondern Mitarbeiter gleichzeitig produktiver und effizienter arbeiten.“

Weitere Informationen
Der vollständige Studienreport steht Ihnen unter http://varlocalized.wpengine.com/research/why-are-data-breaches-happening zum Herunterladen zur Verfügung. Weitere Informationen zum Lösungsangebot von Varonis finden Sie unter www.varonis.de. Interessante Beiträge zu vielen Themen der Datensicherheit finden Sie in unserem Blog und diskutieren Sie mit uns auf Facebook, Twitter, LinkedIn und YouTube.

Über das Ponemon Institute
Das Ponemon Institute widmet sich der Förderung verantwortlicher Informations- und Datenschutzmanagement-Verfahren in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung. Um dieses Ziel zu erreichen, betreibt das Institut unabhängige Forschung, schult Führungspersonal aus dem privaten und öffentlichen Sektor und überprüft Datenschutzverfahren von Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.ponemon.org.

Über Varonis
Varonis ist einer der führenden Anbieter von Software-Lösungen zur Analyse, Verwaltung und Migration unstrukturierter Daten in Unternehmen und hat sich mit seiner Software-Plattform auf nutzergenerierte Daten spezialisiert. Dazu gehören Daten in E-Mails, Textnachrichten, Word- und Excel-Dokumenten sowie
Präsentationen, Audio- und Video-Dateien. Diese Dateien enthalten unentbehrliches geistiges Eigentum des Unternehmens sowie sensible finanzielle, strategische oder produktrelevante Daten und Informationen. Software-Lösungen von Varonis kommen in vielen Bereichen zum Einsatz wie Data Governance, Datensicherheit, Datenspeicherung, Filesynchronisation, mobiles Zugriffsmanagement, Datenaustausch und Zusammen-arbeit mit externen Dritten. Mit Stand 30. September 2014 zählt Varonis weltweit etwa 3.000 Kunden, zu denen führende Unternehmen aus den Bereichen Finanzen, öffentliche Institutionen, Gesundheitswesen, Industrie, Energie – und Versorgungswirtschaft, Verbraucher/Einzelhandel sowie Bildung, Medien und Unterhaltung zählen.